Wir atmen zu viel: Warum weniger Atmen besser ist.
Warum du weniger atmen solltest für mehr Energie, besseren Schlaf und weniger Stress.
Du denkst, mehr Sauerstoff = mehr Energie?
Nein.
Die meisten Menschen atmen zu viel.
Zu oft, zu schnell, zu flach.
Und genau das ist das Problem.
Wenn du oft müde bist, schlecht schläfst oder schnell gestresst bist, liegt das nicht immer am Alltag.
Sondern oft an deiner Atmung.
Das Problem: Mehr Luft ist nicht besser
Es geht nicht um den Sauerstoff, den wir einatmen.
Wir haben genug Sauerstoff im Körper.
Aber:
Nicht genug Sauerstoff in den Zellen.
„Was wir wirklich brauchen ist mehr Kohlenstoffdioxid (CO²). Damit der Sauerstoff auch in den Zellen ankommt“
Mehr Luft ist nicht immer besser.
Die meisten Menschen atmen über ihren Stoffwechsel hinaus.
Das führt zu:
überaktiviertes Nervensystem
schlechte Sauerstoffabgabe an die Zellen
Das Resultat:
schlechter Schlaf
Tagesmüdigkeit
Brain Fog
Schnarchen
Atemlosigkeit
Stress
Viele atmen zusätzlich durch den Mund.
Was dahinter steckt: BOHR Effekt
Der Wissenschaftler Christian Bohr hat vor über hundert Jahren etwas Entscheidendes entdeckt:
Wenn der CO₂-Wert im Blut steigt, wird Sauerstoff besser an die Zellen abgegeben.
Oder einfach:
Du atmest Sauerstoff ein → er kommt ins Blut →
aber damit er in die Zellen kommt, braucht es einen Schlüssel.
Und der Schlüssel ist: CO₂
Wenn du zu viel atmest, verlierst du CO₂. Dann bleibt der Sauerstoff im Blut.
Du hast genug Sauerstoff, aber er kommt nicht dort an, wo du ihn brauchst.
Die Lösung: Weniger atmen.
Wenn wir unsere Atmung an unseren Stoffwechsel anpassen (die meisten atmen darüber hinaus), verbessert sich die Sauerstoffabgabe. Es beruhigt unser Nervensystem und aktiviert den Parasympathikus.
Und:
Die Nasenatmung spielt eine zentrale Rolle.
Die Nasenatmung:
verlangsamt deine Atmung automatisch
verbessert die Sauerstoffabgabe
beruhigt dein Nervensystem
Atmest du zu viel?
Teste wie funktional deine Atmung ist mit dem BOLT-Test. Und verbessere deine Atmung mit Atemtraining.
Atemtraining um deine Atmung zu verlangsamen
Die Verbesserung der Atmung ist grundsätzlich individuell. Ein Trainingsplan ist wie im Krafttraining immer individuell.
Eine einfache Übung wovon jedoch jeder profitiert: Reduzierte Atmung
Aufrecht hinsetzen
Durch die Nase ein- und ausatmen
Atme in den Bauch (Zwerchfell)
Reduziere das Atemvolumen (atme also weniger Luft)
Reduziere die Geschwindigkeit (atme also langsamer)
Schnell ansteht der Drang “mehr zu atmen”
Atme jetzt für die nächsten 10 Minuten mit einer ganz leichten “Atemnot”. Also dem Gefühl, dass du gerne ein bisschen “mehr” atmen möchtest.
Mach das für 10 Minuten. Jeden Tag.
Was sich verändert
Kann die Veränderung deines Atemmusters viel bewirken? Ja.
besserer Schlaf
mehr Energie
weniger Stress
Und alles nur, weil du deine Atmung an deinen Körper anpasst.